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Schwerer Start in Oberliga

FCN muss bei den Stuttgarter Kickers ran

 Der FCN gehört wahrlich nicht zu den schlechteren Adressen in der Fußball-Oberliga. Der Gegner, mit dem es die Lila-Weißen zum Auftakt der neuen Spielzeit zu tun bekommen, ist dennoch vermeintlich ein ganz anderes Kaliber:

Die Stuttgarter Kickers, einst in der Bundesliga beheimatet, in den letzten Jahren aber immer weiter nach unten durchgereicht, gehen als Topfavorit in die Saison.

Wenn man den Kader sieht, weiß man, dass da richtig Geld in die Hand genommen wurde“, sagt Michael Wittwer. Es weiß aber, dass große Favoriten nicht immer gut starten – und denkt an die 0:3-Heimpleite des Hamburger SV in der 2. Liga gegen Kiel. „Wenn es für uns so wie für Kiel in Hamburg läuft, hätte ich nix dagegen“, sagt Nöttingens Trainer augenzwinkernd.

Wie verändern Zu- und Abgänge das Nöttinger Gefüge?

Eray Gür war der einzige Stammspieler, der das Panoramastadion – jetzt Kleiner-Arena – verlassen hat. Simon Frank wäre wohl auch Stammspieler gewesen, hätte er nicht so oft verletzt gefehlt. Verstärkt hat sich der FCN vor allem für die Defensive. Für die Linksverteidigerposition wurde Marco Maduzio von den Junioren des VfB Stuttgart verpflichtet. Ion Paul Fratea (Kuppenheim) kann innen und rechts verteidigen. Für die Sechserposition gab es zwei Neue. Tolga Ulusoy (Lohfelden) bringt Regionalliga-Erfahrung mit, Francisco Rodriguez Carmona (Espanol Karlsruhe) ist laut Wittwer ein „Geheimtipp“. Was Rückkehrer Riccardo di Piazza in der offensiven Schaltzentrale leisten kann und welche Fähigkeiten er bei Standards hat, ist bekannt. Rückkehrer Jimmy Marton und Valentyn Podolsky sind junge Alternativen im Angriff. Der als dritter Torwart geholte Patrick Aust war in der Vorbereitung durch die Verletzung von Robin Kraski bereits auf Position zwei vorgerückt.

Wie wirkt sich das auf die Spielsysteme aus?

Es ist bekannt, dass Michael Wittwer seinen Kapitän Timo Brenner gerne in der Abwehrkette spielen lässt. Probiert wurden in der Vorbereitung ein 3-4-3 ebenso wie ein 4-1-4-1. Mit der Verpflichtung bei beiden „Sechser“ kann der FCN-Coach aber wieder auf das 4-2-3-1 wechseln. „Das kennt die Mannschaft und das ist ein Vorteil“, sagt Wittwer.

Wer ist der beste Neuzugang?

„Für mich ist das Michael Wittwer“, sagt Dirk Steidl. Der Vereinschef hat den Coach nach zweijähriger Auszeit wieder installiert. Wittwer war bereits von 2009 bis 2016 erfolgreich beim FCN tätig. Dann gab es atmosphärische Störungen mit der Mannschaft. Beide Seiten versichern nun, die Probleme seien ausgeräumt. „Wenn wir uns auch dieses Mal nach sieben erfolgreichen Jahren trennen, war es eine gute Entscheidung“, sieht Steidl in der Rückholaktion kein Risiko.

Welche Ziele peilt der FC Nöttingen an?

Die Mannschaft war zuletzt fast jedes Jahr in den Top 6 der Oberliga, spielte zwei Jahre sogar in der Regionalliga. Da ist das Ziel Platz eins bis fünf nicht vermessen, zumal der FCN eine eingespielte Mannschaft hat, bei der für die defensiven Schwachstellen vielversprechende Neuzugänge geholt wurden. Die Spiele im BFV-Pokal gegen starke Gegner bestritt das Team erfolgreich. Michael sagt: „Wir wissen, dass wir eine Mannschaft haben, die in der Oberliga jeden schlagen kann.“

Wie schwer wird die Aufgabe bei den Stuttgarter Kickers?

Sehr schwer. „Das ist eine körperlich robuste Mannschaft, viele großgewachsene Spieler. Die machen viele Standardtore“, weiß Wittwer, der auch damit rechnet, dass die Kickers nach einer verkorksten Regionalliga-Runde Wiedergutmachung betreiben wollen.

Wie will Michael Wittwer die Auswärtsschwäche angehen, die den FCN vergangene Saison viele Punkte kostete?

„Alles eine Frage der Disziplin“, sagt der Trainer und fordert gemeinsame Arbeit aller gegen den Ball ein. „Wir müssen kompakt nach hinten arbeiten und überall auf dem Platz unser Tor verteidigen“, sagt er.

mehrgigt es auf www.pz-news.de von Udo Koller 

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