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Fußball Club Nöttingen 1957 e.V.

Traumtore, Zittern, Erleichterung…

FCN – FSV Hollenbach 5 : 3 (2:0)

Der FCN hat einen super Start aus der Winterpause hingelegt. Nach dem 3:0 gegen Spitzenreiter VfR Mannheim vor einer Woche, gewann der Fußball-Oberligist am Freitagabend das erste Heimspiel in diesem Jahr mit 5:3 (2:0) gegen den abstiegsgefährdeten FSV Hollenbach. Mit 35 Punkten belegt der FCN damit vorübergehend Platz drei in der Oberliga.

Nöttingens Trainer Dennis Will nahm nur eine Änderung in seiner Startelf vor. Für Florian Krajinovic, der muskuläre Probleme hat, rückte David Zenner auf die Doppel-Sechs.

Von Beginn an übernahm der FCN die Initiative, während sich Hollenbach tief zurückzog und auf Konter setzte. Die Nöttinger versuchten, mit geduldigem Kombinationsspiel die dicht gestaffelte FCV-Abwehr zu knacken – mit Erfolg in der 13. Minute. Nach einer sehenswerten Kombination über die linke Seite mit Khery Hamka und Jannis Rabold landete der Ball bei Matej Mijic, der aus kurzer Distanz mit einem satten Linksschuss zur 1:0-Führung traf.

Auch in der Folge bestimmte Nöttingen das Spielgeschehen. Hollenbach wurde vor allem nach Standardsituationen gefährlich. Bei einem Freistoß aus rund 20 Metern tauchte FCN-Keeper Thilo Marksteiner blitzschnell ins rechte Eck ab und lenkte den Ball zur Ecke.

Auf der Gegenseite konnte sich auch FSV-Torhüter Nico Putscher auszeichnen, als er einen wuchtigen 20-Meter-Schuss von David Zenner entschärfte.

In der 36. Minute war Putscher jedoch geschlagen: Nach einer Traumkombination über Rabold, der den Ball quer durch den Strafraum auf Mijic spielte, köpfte dieser auf Hamka weiter. Der Winterneuzugang warf sich artistisch in die Luft und vollendete spektakulär zum 2:0 – ein echtes Traumtor.

Der FCN präsentierte sich im ersten Heimspiel nach der Winterpause in bester Spiellaune. In der 41. Minute ging ein Raunen durch die Kleiner-Arena, als der quirlige Mijic auf engstem Raum gleich vier Gegenspieler „vernaschte“.

Nach der Pause ging es munter weiter. Zunächst vergab Hamka in der 47. Minute eine Großchance, doch vier Minuten später machte es Mijic besser: Aus 16 Metern traf er flach zum 3:0. Der FCN erspielte sich in der Folge weitere Möglichkeiten, doch plötzlich jubelten die Gäste. Der eingewechselte Inas Music kam im Fünfmeterraum frei zum Kopfball und verkürzte auf 1:3 (67.). Auf der Gegenseite hätte Salvatore Catanzano den alten Abstand wieder herstellen können, nachdem FSV-Keeper Nico Putscher ihm den Ball direkt in die Füße gespielt hatte. Doch der Nöttinger Angreifer setzte die Kugel neben den Pfosten (69.). „Da waren wir in einigen Situationen zu schludrig“, ärgerte sich FCN-Trainer Dennis Will nach der Partie – vor allem auch in der Defensive. Denn nur wenige Minuten später drückte Hannes Scherer den Ball unbedrängt zum 2:3 über die Linie (74.).

Erst Traumtore, dann Zittern? Einige Nöttinger Anhänger wurden bereits nervös. Doch in der 83. Minute sorgte der eingewechselte Tasos Leonidis für Erleichterung: Von der Strafraumlinie traf er mit einem satten Schuss zum 4:2. Entschieden war die Partie damit jedoch noch nicht. In einer packenden Schlussphase verkürzte zunächst Rico Hofmann, der am langen Pfosten lauerte, auf 3:4. Kurios wurde es in der Nachspielzeit: FSV-Schlussmann Purtscher rettete einen Ball auf der Torauslinie, das Leder sprang zurück ins Feld. Ein Mitspieler nahm ihn daraufhin in die Hand – Elfmeter. „Da müssen wir uns die Bilder noch einmal ansehen“, meinte Hollenbachs Coach Reinhard Schenker später und ließ offen, ob der Ball zuvor tatsächlich im Aus war. Catanzano war das egal: In der sechsten Minute der Nachspielzeit verwandelte er den Handelfmeter souverän zum 5:3-Endstand. Kurz darauf war Schluss.

Dennis Will sprach anschließend von einer „vernünftigen ersten Halbzeit“, zeigte sich mit einigen Szenen nach der Pause jedoch weniger zufrieden. Auf der Heimfahrt in die Pfalz werde er sich sicher noch ein paar Gedanken machen – danach wolle er aber das Wochenende genießen. Schließlich steht der FCN auf Rang drei.

Reinhard Schenker, einst Spieler und Trainer des FC Nöttingen, zeigte sich enttäuscht über die Niederlage: „Es war hier etwas möglich, aber Nöttingen hat verdient gewonnen.“

Das nächste Spiel bestreitet der FCN am kommenden Freitag um 19 Uhr beim Karlsruher SC II. Das Hinspiel hatten die Nöttinger damals mit 4:0 gewonnen.

Text: Dominique Jahn (Pforzheimer Zeitung vom 07.03.26)