Auf ein Neues! Nachdem der Re-Start in der Fußball-Oberliga für den FC Nöttingen am vergangenen Wochenende buchstäblich ins Wasser gefallen war, startet die Mannschaft von Trainer Dennis Will an diesem Samstag den nächsten Anlauf. Um 15 Uhr gastiert der FCN beim Spitzenreiter VfR Mannheim. Auch die Mannheimer waren zuletzt spielfrei, da ihr Heimspiel gegen den FV Ravensburg abgesagt wurde.
Damit bestreiten beide Teams ihr erstes Pflichtspiel im neuen Jahr. „Es wird endlich Zeit, dass es losgeht“, sagt Nöttingens Trainer Dennis Will. „Wir spielen alle lieber, als nur zu trainieren.“
Nach der witterungsbedingten Absage der Partie gegen Aalen schickte Will seine Mannschaft am Samstagmittag noch zu einer kurz anberaumten Einheit auf den Kunstrasen. Dort wurde weiter an Details gefeilt, so dass der FCN gut vorbereitet ins Auswärtsspiel in der Quadratestadt geht.
Als Tabellensechster reisen die Nöttinger zwar als Außenseiter an, rechnen sich aber dennoch Chancen aus. „Jeder Gegner ist verwundbar. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und den VfR vor Probleme stellen“, blickt Will voraus.
Im Hinspiel hielt der FCN lange gut mit. „Das war ein sehr ordentlicher Auftritt“, erinnert sich der Coach an die knappe 0:2-Niederlage. Letztlich habe jedoch die nötige Kaltschnäuzigkeit gefehlt, um Zählbares mitzunehmen.
Vielleicht gelingt das ja im Rückspiel – auch wenn der VfR zu Hause eine beeindruckende Bilanz vorweisen kann (sechs Siege, drei Remis). Mit 48 Treffern stellen die Mannheimer zudem die torgefährlichste Offensive der Liga. Allerdings verfügt der FCN mit Tasos Leonidis (zwölf Saisontore) den aktuell treffsichersten Spieler der Oberliga.
Die bisherige Saisonbilanz des Spitzenreiters ist mit 14 Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen eindrucksvoll. Vor der Winterpause kam der VfR gegen Schlusslicht Denzlingen allerdings nicht über ein 0:0 hinaus.
Für das Team von Dennis Will, der weiterhin auf Niklas Hecht-Zirpel, Luca Campanile, Marco Manduzio und Felix Waldraff verzichten muss, gilt es also am Samstag schnell in den Rhythmus zu finden. Dann ist auch beim Spitzenreiter durchaus etwas drin.
Text: Dominique Jahn (Pforzheimer Zeitung vom 26.02.26)