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Fußball Club Nöttingen 1957 e.V.

Keine Panik beim FCN

Gegen Aufsteiger Young Boys Reutlingen soll am Freitag im Heimspiel die Trendwende gelingen.

Fünf Niederlagen in Folge, vorletzter Tabellenplatz – die sportliche Lage beim FC Nöttingen ist alles andere als angenehm. Untergangsstimmung herrscht beim Fußball-Oberligisten deshalb aber noch lange nicht. „Ich habe keine Gruppe, die sich zerfleischt“, sagt Trainer Dennis Will über den Gemütszustand seiner Mannschaft.

Natürlich sei sich das Team der angespannten Situation bewusst. „Der Druck ist da, den machen wir uns auch selbst“, sagt Will. Doch statt in Hektik zu verfallen, wollen die Nöttinger die schwierige Phase annehmen und noch enger zusammenrücken. Gemeinsam soll der Weg aus dem Tabellenkeller gelingen.

Vor allem individuelle Fehler und die fehlende Durchschlagskraft machen dem FCN derzeit zu schaffen. „Momentan gelingen eben auch Dinge nicht, die man sonst quasi im Schlaf auf dem Platz umgesetzt hat“, erklärt Will. Den Blick ausschließlich auf das Negative zu richten, bringt aus seiner Sicht jedoch wenig.

„Wir müssen uns an den Dingen orientieren, die wir gut machen.“

Und davon gibt es trotz der mageren Punkteausbeute durchaus einige. Vor allem spielerisch wusste der FCN immer wieder zu überzeugen. In den Partien gegen Oberachern und Bahlingen zum Beispiel habe seine Mannschaft gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Ohnehin gab es bislang kaum ein Spiel, in dem die Nöttinger ihrem Gegner klar unterlegen waren.

Nun sollen aber endlich wieder Punkte her. Im Heimspiel an diesem Freitag gegen Aufsteiger Young Boys Reutlingen peilt der FCN die Wende an. „Es wartet die nächste Chance auf uns“, sagt Will vor dem vierten Heimspiel der Saison. Anpfiff in der Kleiner-Arena ist um 19 Uhr. Die Gäste reisen allerdings mit reichlich Rückenwind nach Nöttingen. Das Team von Trainer Volker Grimminger rangiert mit elf Punkten nach sechs Spielen auf dem sechsten Tabellenplatz. Nur einmal musste sich Reutlingen bislang geschlagen geben – beim 1:2 gegen Mühlhausen. Hinzu kommen Siege und Unentschieden, wobei die bisherigen Gegner überwiegend aus der unteren Tabellenregion kamen. Die Partie gegen den 1. CfR Pforzheim wurde ja abgesagt.

„Reutlingen ist für mich kein normaler Aufsteiger“, warnt Will. „Sie leben natürlich von der Aufstiegseuphorie, haben aber auch viel Erfahrung und Qualität im Kader.“

In der Breite mehr Qualität

Qualität sieht der Nöttinger Coach allerdings auch in den eigenen Reihen. „Im Vergleich zur vergangenen Saison haben wir in der Breite einen qualitativ besseren Kader“, sagt Will. Das sei zugleich ein Grund dafür, weshalb sich bislang noch keine feste Stammformation herauskristallisiert habe. Verletzungen und Leistungsschwankungen zwangen den Trainer immer wieder zu Veränderungen in der Startelf.

Somit darf man gespannt sein, welche Elf Dennis Will am Freitagabend aufs Feld schickt. Leon Leuze fällt weiterhin aus. Stürmer Antonio Babic hat nach seinem Wechsel zum FC Nöttingen noch Trainingsrückstand und dürfte zunächst auf der Bank Platz nehmen. Wer auch immer beginnt: Gegen Reutlingen soll der Negativlauf endlich ein Ende finden.

Text: Dominique Jahn (Pforzheimer Zeitung vom 17.09.26)