Der FC Nöttingen musste sich vor 317 Zuschauern im heimischen Stadion dem Regionalliga-Absteiger Bahlinger SC mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Trotz einer starken zweiten Halbzeit und zahlreicher Möglichkeiten gelang dem FCN der verdiente Ausgleich nicht.
Stefotíc trifft in der 32. Minute
Die Gäste erwischten in einer intensiven und von vielen Zweikämpfen geprägten Partie zunächst den besseren Start. In der 32. Minute erzielte Stefotíc den Treffer zum 0:1 für den Bahlinger SC. Nöttingen hatte bereits in der ersten Hälfte Möglichkeiten, auf den Rückstand zu reagieren, ging aber mit dem knappen 0:1 in die Pause. Vor allem die Großchance von Catanzano hätte zum Ausgleich führen müssen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft von Trainer Dennis Will ein anderes Gesicht. Der FCN erhöhte den Druck, erspielte sich zahlreiche gefährliche Situationen und zwang Bahlingen zunehmend in einen tiefen Block. Was fehlte, war die Belohnung vor dem Tor.
Auch Balingens Trainer Markus Schneider erkannte die Leistung der Gastgeber ausdrücklich an. Seine Mannschaft habe in der zweiten Halbzeit „leiden“ und hart für den Auswärtssieg arbeiten müssen. Mit einem starken Torhüter und in einigen Situationen auch dem nötigen Glück brachte der Bahlinger SC das 1:0 über die Zeit.
Dennis Will: „Maximal bitter“
FCN-Trainer Dennis Will zeigte sich entsprechend enttäuscht: „Wenn man mit so einem Haufen von Chancen am Ende mit null Toren vom Platz geht, ist es natürlich schwer, ein Spiel zu gewinnen.“
Gleichzeitig hob er die Reaktion seiner Mannschaft hervor. Nach dem schwachen Auftritt in Holzhausen habe sein Team insbesondere in der zweiten Halbzeit viel Qualität, Leidenschaft und eine gute Mentalität gezeigt. Aufgrund der Leistung nach der Pause wäre aus seiner Sicht sogar ein Sieg verdient gewesen.
Trotz der aktuell geringen Torausbeute will der Trainer weder einzelne Spieler noch den Kader infrage stellen. Die Mannschaft erspiele sich ihre Chancen und müsse darauf vertrauen, dass der Knoten vor dem Tor platzt.
Vertrauen statt Unruhe
Sechs Veränderungen in der Startelf erklärte Will auch mit dem großen Kader und der Belastung durch die zweite englische Woche in Folge. Einen Vorwurf wollte er weder den Startspielern noch den eingewechselten Akteuren machen.
Auch die aktuelle Tabellensituation soll beim FCN keine Unruhe auslösen. Nach der starken Vorsaison und dem dritten Tabellenplatz seien die Erwartungen hoch. Gleichzeitig erinnerte Will daran, dass mit wichtigen Abgängen zahlreiche Scorerpunkte verloren gegangen seien.
Seine Einschätzung bleibt dennoch klar: Der FC Nöttingen ist konkurrenzfähig, belohnt sich derzeit aber zu selten für den betriebenen Aufwand.
Der Blick geht deshalb nach vorne: Nach einem freien Tag beginnt die Vorbereitung auf das nächste Auswärtsspiel in Singen. Dort soll die Leistung aus der zweiten Halbzeit bestätigt werden – diesmal möglichst mit Toren und drei Punkten.
Quelle: www.schaufensterbummel.online


