Die Mannschaft von Trainer Dennis Will setzt sich am zweiten Spieltag der Fußball-Oberliga zu Hause gegen Normannia Gmünd mit 2:0 durch.
Der Fußball-Oberligist FC Nöttingen hat sein erstes Heimspiel der neuen Saison gegen Normannia Gmünd gewonnen. Nach einer intensiven Begegnung am Freitagabend hieß es 2:0 (1:0).
Die Nöttinger nahmen von Beginn an das Heft in die Hand. Viel lief zunächst über die rechte Seite, über Christian Tom Schmidt sowie Topaz Kronmüller, der auch die erste kleine Chance hatte – sein Heber verfehlte aber das Tor. Die Heimelf wusste spielerisch zu gefallen, aber auch durch ihr Pressing tief in der Gmünder Hälfte – wiederholt setzte der FCN, allen voran Khery Hamka, den Gegner unter Druck und erzwang so Ballverluste der Normannia.
Das 1:0 jedoch wurde eingeleitet durch einen Pass aus Nöttingens Defensive, der aus dem Zentrum direkt weitergeleitet wurde auf Jannis Rabold, der auf der linken Seite enteilt war. Gmünds Torwart Yannick Ellermann wollte den Pass auf Rabold zunächst außerhalb des Strafraums klären, sah aber auf halbem Weg, dass er den Ball nicht erreichen würde – was Rabold zu einem feinen Heber aus 18 Meter nutzte, der sich zur Führung für den FCN ins Tor senkte (12.).
In der Folge erspielten und erpressten sich die Gastgeber weitere Chancen: Khery Hamka (13.), Rafail Savvidis (18.), Salvatore Catanzano (21.), Christian Tom Schmidt (33.), erneut Catanzano (38.) und wieder Hamka (43.) scheiterten an Ellermann oder verfehlten das Tor. Und die Normannia? War selten gefährlich, doch nach einer Ecke wurde es richtig brenzlig vor dem FCN-Tor: Erst Torwart Thilo Marksteiner und dann ein Spieler auf der Linie verhinderten den Ausgleich (23.). Zur Pause ging die Führung für Nöttingen aber mehr als in Ordnung, war fast ein wenig schmeichelhaft aus Sicht der Gäste.
Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste aggressiver und offensiv aktiver. Mit frischen Kräften versuchten sie das Spiel zu wenden – und hatten in der 62. Minute fast Erfolg: Ein Abschluss von Bleart Dautaj aus spitzem Winkel landete am Innenpfosten.
In der letzten halben Stunde war es ein offener Schlagabtausch – mit vielen Zweikämpfen, großer Intensität, aber auch mit etlichen Gelben Karten. Gute Chancen gab es erst wieder in der Schussphase: Ein Freistoß von Hamka prallte an die Unterkante der Latte und zurück ins Feld (80.). Kurz darauf wurde FCN-Kapitän Oguzhan Kececi im Strafraum gerade noch vom Ball getrennt. Der nächste Nöttinger Versuch saß: Marco Specht kam im Strafraum frei zum Schuss und überwand Ellermann – 2:0 (85.).
Die Gmünder steckten nicht auf, drängten auf eine Ergebnisverbesserung – zu Chancen kamen sie aber nicht nicht mehr. Stattdessen hatte die Normannia Glück, nicht noch einen weiteren Gegentreffer zu kassieren. Gegen eine gelockerte Gästeabwehr hatte Nöttingen noch die eine oder andere gute Gelegenheit, aber es blieb beim 2:0.
FCN-Trainer Dennis Will war unterm Strich natürlich zufrieden mit dem Ergebnis, und er war es auch mit dem Spiel seiner Mannschaft. Will sprach von einer „sehr guten ersten Halbzeit“, in der es nur ein Manko gab: die Chancenverwertung. „Zu lange war das Spiel offen“, sagte der Nöttinger Trainer. „Wir müssen die Dinger besser zu Ende spielen.“
Normannia-Coach Patrick Faber haderte nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel vor allem mit dem Auftritt seiner Elf in den ersten 20 Minuten („Da hatten wir zu wenig Zugriff aufs Spiel“) und dann mit den Chancen, vor allem dem Pfostentreffer in Halbzeit zwei. „Wir waren dem 1:1 näher als der Gegner dem 2:0. Aber es fällt zurzeit zu wenig in unsere Richtung“, so Faber, der von einer „schwierigen Phase“ sprach, in der sich sein Team derzeit befinde.
Text: Andreas Wagner (Pforzheimer Zeitung vom 14.08.26)


