Der Traum vom Weiterkommen im BFV-Pokal ist für den FCN nach dem 0:4 (0:3) gegen den VfR Mannheim vorbei. Vor allem ein Blitzstart der Mannheimer und drei Treffer von Flamur Berisha machten den Unterschied.
Ohne auf den ersten Blick glasklar überlegen zu sein, nutzte der VfR seine Chancen effektiv und legte bereits nach der ersten Halbzeit durch Flamur Berisha (1. und 25. Minute) sowie Tim Seifert (9.) mit 3:0 vorne. Berisha erhöhte dann nach der Pause noch auf 4:0 für die Mannheimer (55.).
An Kampfgeist hat es den Lilahemden nicht gemangelt, doch Fehler in der Abwehr und mangelnde Verwertung der wenigen Chancen besiegelten das Pokal-Aus des FCN.
Mannheimer Blitzstart
Die Nöttinger wurden direkt nach dem Anpfiff vom VfR kalt erwischt. Flamur Berisha konnte über die rechte Seite völlig unbehelligt zum Strafraum des FCN vordringen. Torhüter Thilo Marksteiner wagte sich zu weit raus und wurde von Berisha gekonnt umschifft. Ein letzter Rettungsversuch von Janis Rabold auf der Torlinie kam zu spät. Nur acht Minuten später legte Tim Seifert das 2:0 für Mannheim nach und ließ einen ungläubig kopfschüttelnden Marksteiner im FCN-Kasten zurück.
Die Nöttinger mühten sich danach ab, bauten von hinten her immer wieder das Spiel neu auf, um dann meistens doch früh an der Abwehr des VfR zu scheitern. Die FCN-Defensive bekam im Gegenzug Berisha nicht in den Griff. Ein langer Ball der Mannheimer Nummer 20 überwand Marksteiner problemlos (25.). Enes Tubluk (29.) und Rafail Savvidis (33.) konnten hingegen ihre Möglichkeiten für Nöttingen nicht in Tore ummünzen.
In der zweiten Halbzeit wurde dann endgültig klar, dass ein Überraschungscoup der Nöttinger ausbleiben würde. Spätestens nach dem dritten Treffer von Berisha war die Messe gelesen. Diesmal tanzte er die FCN-Abwehr direkt vor dem Tor aus.
Einen herben Schlag ins Kontor musste Nöttingen in der 63. Minute verkraften. Der bis dahin so quirlige Rabold sah nach einem Foul an Berisha die Rote Karte. Marksteiner verhinderte dann noch mit einer Parade in der 72. Minute das 5:0, als ein hoher Ball auf das FCN-Tor zuflog. „Alles in allem war das Spiel nach zwölf Minuten rum, nicht weil der Gegner so gut war, sondern weil wir es ihm zu leicht gemacht haben“, konstatierte FCN-Trainer Will.
Am Samstag geht’s weiter
Nach dem Pokal-Aus kann sich der FC Nöttingen nun ganz der Oberliga widmen. In dieser trifft der FCN am Samstag (15.30 Uhr) zu Hause auf den SV Oberachern.
Autorin: Anna Wittmershaus, Pforzheimer Zeitung vom 27.08.2026
Foto: Ralf Becker


