Bei sommerlich hohen Temperaturen im Denzlinger Einbollenstadion erwischte der FCN einen Start nach Maß. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als Felix Waldraff (Foto) sich auf der rechten Seite stark bis zur Grundlinie durchsetzte und den Ball scharf zurück in den Strafraum legte. In dem entstandenen Durcheinander konnte sich Jannis Rabold durchsetzen und zum frühen 1:0 für Nöttingen einschieben. „Wir sind sehr gut in das Spiel reingekommen“, sagte FCN-Trainer Will.
Auch nach diesem Treffer war seine Mannschaft die bessere Elf und spielte weitere gute Möglichkeiten heraus. „Ich hätte aufgrund der hohen Temperaturen gerne schnell noch ein zweites Tor gehabt, um das Spiel möglichst früh zu entscheiden“, erklärte Will.
In der 29. Minute fiel der zweite Treffer. Erneut war es Waldraff, der auf der rechten Außenbahn kaum zu stoppen war und eine präzise Flanke in den Strafraum brachte. Dort wartete Matej Mijic, der zum verdienten 2:0-Halbzeitstand traf.
Nach dem Seitenwechsel verlor der FCN dann etwas den Faden und ließ den bis dahin schwachen Gastgebern die Möglichkeit, besser ins Spiel zu finden. Dass die Führung in dieser Phase Bestand hatte, war vor allem Torhüter Thilo Marksteiner zu verdanken, der mit einer starken Parade das mögliche 1:2 verhinderte.
Nöttingen brauchte einige Zeit, um zurück ins Spiel zu finden. In der 70. Minute sorgte Stefan Zimmermann schließlich für die Vorentscheidung, als er nach einer scharf getretenen Ecke zum 3:0 einköpfte.
Ganz geschlagen geben wollte sich der Tabellenletzte noch nicht. Der eingewechselte Nikita Ebel verkürzte in der 84. Minute auf 1:3. Die Antwort der Nöttinger ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später traf der ebenfalls eingewechselte Tasos Leonidis mit einem sehenswerten Fernschuss aus rund 20 Metern zum 4:1-Endstand. „Alles in allem war es ein verdienter Auswärtssieg“, bilanzierte FCN-Coach Will.
Text: Luca Herder (Pforzheimer Zeitung vom 10.05.26)


