Die Woche hat es in sich für den FC Nöttingen: In der Fußball-Oberliga traf der FCN vor wenigen Tagen auf Spitzenreiter Backnang und muss am Samstag gegen den Zweiten Oberachern ran – dazwischen liegt das BFV-Pokal-Achtelfinale gegen den Regionalligisten VfR Mannheim. Anpfiff in der Nöttinger Kleiner-Arena ist am Mittwoch, 26. August, um 19 Uhr.
„Anders als in der Liga haben wir in dem Spiel nichts zu verlieren“, sagt FCN-Trainer Dennis Will. „Bei den Buchmachern sind wir nicht der Favorit, aber es ist auch klar, dass wir aufs Feld gehen, um zu gewinnen. Wir wollen den VfR vor eine Herausforderung stellen, das ist unser Anspruch.“
In der vergangenen Saison standen sich beide Teams in der Oberliga gegenüber – Nöttingen verlor das Heimspiel früh in der Saison (0:2), sorgte zum Start nach der Winterpause aber mit dem 3:0 in Mannheim für einen Coup. In beiden Mannschaften gab es im Sommer aber einige Veränderungen.
Der VfR, der über die Aufstiegsrunde in die Regionalliga einzog, verstärkte sich mit Spielern, die schon zuvor in der Regionalliga und teils höherklassig aktiv waren – allen voran der Ex-Bundesliga- und Zweitliga-Profi sowie Premier-League-Spieler Lukas Rupp (KSC, Mönchengladbach, SC Paderborn, VfB Stuttgart, TSG Hoffenheim, Norwich City, zuletzt Hessen Kassel). Aber auch Flamur Berisha (Stuttgarter Kickers), Mart Ristl (FC Homburg, Viktoria Köln, VfR Aalen), Melvin Ramusovic (SV Sandhausen, KFC Uerdingen, Stuttgarter Kickers, FC Heidenheim) oder Jonas Weik (Altglienicke, SV Sandhausen, Walldorf) hoben die Qualität des Mannheimer Kaders. „Es ist ein Regionalligist, der nicht wenig Geld zur Verfügung hat. Das kann man wohl so sagen“, meint Will. Der VfR wartet in der Regionalliga zwar nach drei Spieltagen noch auf den ersten Sieg, hatte aber mit Freiberg (0:0), Trier (1:2) und FSV Frankfurt (2:2) ein anspruchsvolles Auftaktprogramm.
Der wie in der Vorsaison von Marcel Abele trainierte VfR dürfte im Pokal gegen Nöttingen personelle Veränderungen gegenüber dem vergangenen Punktspiel gegen Freiberg vornehmen – aber das gilt auch für den Oberligisten. „Wir werden nicht drei Spiele in einer Woche mit denselben elf, zwölf, 13 Spielern bestreiten“, sagt Will. „Und es ist auch nicht so, dass wir in der Breite keine Qualität haben.“
Zum Kader zählt seit Kurzem auch Rückkehrer Enes Tubluk, der in der vergangenen Saison mit dem VfR Mannheim in die Regionalliga aufstieg und nun wieder für Nöttingen kickt. Gegen Backnang wurde Tubluk eingewechselt, gegen seinen Ex-Verein könnte er in die Startelf rücken. „Das wäre naheliegend“, so Willl. „Als Qualitätsspieler ist er ein Kandidat für die erste Elf.“
Text: Andreas Wagner (Pforzheimer Zeitung vom 25.08.26)


