In seinem ersten Heimspiel der neuen Saison hat der Fußball-Oberligist FC Nöttingen an diesem Freitag den 1. FC Normannia Gmünd in der Kleiner-Arena zu Gast. Anpfiff ist um 19.30 Uhr. Nach der ärgerlichen Auftaktniederlage beim SSV Reutlingen (1:3) hoffen die Nöttinger nun auf den ersten Ertrag in dieser Runde.
Am Aufwand lag es nicht, dass der FCN bei den hoch eingeschätzten Reutlingern verlor. Trainer Dennis Will war mit dem Auftritt seines Teams durchaus einverstanden. „Wir haben über weite Strecken ein sehr gutes Spiel gemacht, haben auch dominiert über weite Strecken. Es war nicht zu erwarten, dass wir in dem Auswärtsspiel so selbstbewusst auftreten.“ Das Ergebnis fühle sich daher nach wie vor „etwas ungerecht“ an, sagt Will.
Dass die Nöttinger den Kürzeren zogen, hatte mit dem Abschlussverhalten zu tun. Durch gutes Ball- und Positionsspiel habe man viele „Box-Aktionen“ kreiert, kam also immer wieder gefährlich in den Strafraum des Gegners, aber die Mannschaft machte zu wenig daraus. „Wir müssen uns im gegnerischen Strafraum verbessern, eine andere Qualität an den Tag legen“, sagt Will, der sich von seinen Spielern mehr Überzeugung im Abschluss wünscht.
Was dem Trainer ebenfalls nicht gefiel, war das Verhalten bei Ballverlusten. „Es kann nicht sein, dass wir zwei Gegentreffer bekommen, weil wir am gegnerischen Strafraum den Ball verlieren. Sich anbahnende Konter müsse man unterbinden.
Auch gegen Gmünd erwartet Will ein „hartes Stück Arbeit“. Wie der FCN verlor auch die Normannia zum Auftakt – 2:3 zu Hause gegen Aufsteiger Teningen. Auch Gmünd steckt im Umbruch, hat wichtige Spieler wie Nico Molinari (Stuttgarter Kickers), Alexander Aschauer (Sfr Schwäbisch Hall) und Marvin Gnaase (CfR Pforzheim) verloren. Zudem kam in Patrick Faber (TSG Hofherrnweiler-Unterrombach) ein neuer Coach.
Viele Infos über das Spiel der veränderten Normannia habe er noch nicht, sagt Will. Klar für ihn ist aber: Auch Gmünd wird ein zweites Negativerlebnis vermeiden wollen. „Der Gegner wird viel investieren. Aber es ist unser Heimspiel, und da wollen wir einen Fuß in die Tür bekommen.“
„Zwei, drei Änderungen“ in der Startelf könne es geben, sagt Will. Eine wird es auf jeden Fall sein, denn Verteidiger Melvin Avidic muss wegen muskulärer Probleme passen. Ausfallen werden weiterhin Felix Waldraff, Leon Leuze und Yannick Egle.
Text: Andreas Wagner (Pforzheimer Zeitung vom 13.08.26)


