Fünf Spieltage stehen für den FC Nöttingen in der Fußball-Oberliga noch an. Fünf Partien, in denen der FCN versuchen wird, die maximale Punkteausbeute zu holen, um am Ende möglicherweise den dritten Tabellenplatz zu erreichen.
Dieses Ziel ist durchaus realistisch: Als aktueller Vierter liegt Nöttingen nur einen Punkt hinter dem Drittplatzierten TSV Essingen. Brisant dabei: Beide Teams treffen am vorletzten Spieltag in Nöttingen aufeinander. Damit es zu diesem möglichen „Endspiel“ kommt, müssen die Nöttinger jedoch zunächst ihre Hausaufgaben erledigen und die kommenden drei Spiele gewinnen.
Den Auftakt macht bereits an diesem Donnerstag um 19.00 Uhr das Heimspiel in der Kleiner-Arena gegen den Tabellenzwölften TSG Backnang. Anschließend geht es zum FC Denzlingen (derzeit 18.), bevor das Auswärtsspiel beim FV Ravensburg (5.) ansteht. Nach dem Duell mit Essingen reist der FCN zum Saisonfinale zum FSV Bietigheim-Bissingen (17.), der aktuell elf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hat.
Auch die TSG Backnang ist mit 33 Punkten noch nicht gesichert und wird sich daher in Nöttingen nach zuletzt drei Niederlagen in Folge besonders motiviert zeigen, um wieder zu punkten.
Der größere Druck liegt somit beim Gegner – der FCN kann dagegen befreit aufspielen und seine Heimbilanz (sieben Siege, zwei Unentschieden, fünf Niederlagen) weiter verbessern. Bis auf den rotgesperrten Egemen Sarikaya hat Trainer Dennis Will alle Spieler zur Verfügung. Dass die sich im Saisonendspurt nicht hängenlassen, davon ist Riccardo Di Piazza überzeugt, schließlich wollen wir Platz drei bis vier festigen“, so der FCN-Sportdirektor.
Im Hintergrund treibt di Piazza die Planungen für die kommende Saison weiter voran. Mit Erfolgstrainer Dennis Will wurde der Vertrag jüngst um eine weitere Saison verlängert. Bleibt die Frage: Wie wird der Kader aussehen?
Fest steht bereits der Abgang von Offensivass Matej Mijic, der zum Regionalligisten Astoria Walldorf wechselt. Auch Kapitän und Abwehrspieler Stefan Zimmermann wird den Verein verlassen, da er eine Lehrerstelle an einer Schule zwischen Reutlingen und Ravensburg antreten wird.
Noch offen ist, wie die Zukunft von Florian Krajinovic aussieht. Der Mittelfeldspieler pendelte bislang rund 100 Kilometer zwischen seiner Heimat Pfullingen und Nöttingen – ein enormer Aufwand. Ob er diesen weiterhin auf sich nehmen will und kann, ist fraglich. Di Piazza befindet sich derzeit im Austausch mit Krajinovic, ebenso wie mit potenziellen Neuzugängen. Wer Di Piazza kennt, weiß: Auch für die kommende Saison wird er wieder junge, erfolgshungrige Spieler an Land ziehen.
Text: Dominique Jahn (Pforzheimer Zeitung vom 29.04.26)


