Nach der Begegnung mit dem Meisterschaftsfavoriten trifft der FC Nöttingen in der Fußball-Oberliga nun auf einen abstiegsgefährdeten Club. Das Team von Trainer Dennis Will muss am Samstag, 11. April, 14 Uhr, bei Türkspor Neckarsulm ran – noch dazu auf Kunstrasen.
Der Rasenplatz beim Aufsteiger sei nicht bespielbar, so Will. „Deshalb spielen wir bei 25 Grad auf einem Kunstrasenplatz.“ Der FCN-Coach war bisher noch nicht vor Ort, aber beim Draufschauen via Google Maps kommt es ihm vor, dass jener Platz kleiner ist als der dortige Rasenplatz. Wenn dem so ist, wird der spielstarke FCN weniger Platz haben gegen den Tabellenletzten, „der jeden Punkt braucht, um die Klasse zu halten“.
Fazit des Trainers vor der Fahrt nach Neckarsulm:
„Es wird von den Rahmenbedingungen maximal unangenehm am Ende einer englischen Woche.“
Ungeachtet dessen ist für Dennis Will klar: „Wir fahren hin, um zu gewinnen.“ Um bestenfalls eine neue Serie zu starten, nachdem die alte – der FCN war sechsmal ungeschlagen nach der Winterpause – am Mittwoch im Nachholspiel gegen Spitzenreiter VfR Aalen (2:3) riss. Mit der Leistung seiner Mannschaft war Will „nicht unzufrieden“, Aalens spätes Siegtor drückte aber die Stimmung.
„Wir hätten uns gewünscht, das 2:2 über die Zeit zu kriegen“,
so der FCN-Coach.
Seine Spieler hatten am Tag nach der intensiven Partie trainingsfrei und treffen sich an diesem Freitag wieder zur Abschlusseinheit vor der Partie in Neckarsulm. Will plant für die dritte Partie innerhalb von elf Tagen Änderungen in der Startformation. Gegen Aalen hat nicht nur die Defensive, sondern auch die Offensiven um Khery Hamka, Matej Mijic und Salvatore Catanzano viel investiert im Spiel gegen den Ball – so könnte Tasos Leonidis, Nöttingens bester Torschütze (16 Tore), wieder in die erste Elf rücken. Leonidis verpasste die Vorbereitung im Winter verletzt und musste zurückstehen, als die Mannschaft ein Spiel nach dem anderen gewann. Doch nun könnte wieder Leonidis’ Stunde schlagen.
Text: Andreas Wagner (Pforzheimer Zeitung vom 09.04.26)


