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Fußball Club Nöttingen 1957 e.V.

Sa.21.02.26 um 15 Uhr: FCN-VfR Aalen

Von wegen ruhig nach der Winterpause wieder in die Oberliga starten: Für den FC Nöttingen geht es im ersten Punktspiel des neuen Jahres gleich richtig zur Sache. Denn der Fußball-Oberligist empfängt an diesem Samstag (Anpfiff 15.00 Uhr) keinen Geringeren als den VfR Aalen. Der Regionalliga-Absteiger spielt bislang eine starke Saison, steht punktgleich (45) hinter dem VfR Mannheim auf Rang zwei und hat den direkten Wiederaufstieg fest im Blick.

Auf die Nöttinger um Trainer Dennis Will wartet damit direkt ein echter Brocken. Für Will ist das allerdings kein Problem: „Zu Beginn hofft man ja immer, dass die Mannschaften noch nicht so eingespielt sind“, sagt er. „Aber klar: Aalen und Mannheim spielen in dieser Saison in ihrer eigenen Oberliga. Wir haben jedoch nichts zu verlieren und wollen Aalen am Samstag das Leben so schwer wie möglich machen.“

Der FCN hatte in dieser Saison zunächst einen durchwachsenen Start, die Lilahemden legten dann aber eine starke Serie hin und belegten zwischenzeitlich sogar den dritten Tabellenplatz. Nach zwei Niederlagen unmittelbar vor der Winterpause stehen die Nöttinger vor dem 20. Spieltag auf Rang sechs. 29 Punkte hat der FCN auf dem Konto. Da Spitzenreiter Mannheim und Verfolger Aalen bereits jeweils 45 Zähler gesammelt haben, ist der Aufstieg in Nöttingen kein Thema. Das war es auch schon vor der Saison nicht.

Vielmehr ging es dem FCN nach dem Umbruch im Sommer darum, eine neue Mannschaft zu formen, die am Ende der Runde unter den Top 5 landet – und dieses Ziel ist weiterhin realistisch. Auf den Tabellendritten SV Oberachern fehlen den Nöttingern lediglich drei Zähler.

„Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen. Schön wäre es, wenn wir wie in der Hinrunde wieder eine Serie hinbekommen und konstant unsere Leistungen abrufen können. Dann schauen wir mal, was am Ende herausspringt“, blickt Will nach vorne.

Allerdings haben sich die Verletzungssorgen bei den Lilahemden in der Winterpause nicht verringert. Offensivmann Niklas Hecht-Zirpel kann wegen Knieproblemen weiterhin nicht mit der Mannschaft trainieren, Verteidiger Felix Waldraff plagen ebenfalls Kniebeschwerden – hier stand zwischenzeitlich sogar eine Operation im Raum. Auch Abwehrspieler Luca Campanile ist angeschlagen. Die Defensive ist somit deutlich ausgedünnt. In der Vorbereitung mussten zudem Stürmer Tasos Leonidis sowie Innenverteidiger Maik Gärtner verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt passen. Dafür sind die beiden Mittelfeldspieler Moritz Weißer und Florian Krajinovic wieder einsatzfähig.

Einen starken Eindruck hinterließ in der Vorbereitung Neuzugang Khery Hamka, der vom Oberligisten FC Cosmos Koblenz kam. Laut Will ist der 22-Jährige natürlich ein Kandidat für die Startelf gegen Aalen. „Khery hat eine gute Körperlichkeit und bringt viel Aggressivität mit“, sagt der Trainer über den Allrounder, der sowohl offensiv als auch auf der Doppelsechs eingesetzt werden kann. Der weitere Neuzugang Julian Bürkle soll dagegen mit seinen erst 17 Jahren behutsam an das Oberliga-Niveau herangeführt werden.

Was ist also drin gegen den Favoriten Aalen? „Jeder Spieler muss seine Leistung abrufen und bis an die Grenze gehen. Wir müssen gut verteidigen und dürfen uns keine Fehler erlauben“, sagt Will. Dann sei durchaus etwas Zählbares möglich. Klar sei aber auch, dass man es mit einer Mannschaft zu tun habe, die unter Profi-Bedingungen trainiere. Aalen absolvierte ein Winter-Trainingslager in der Türkei – mit bis zu drei Einheiten pro Tag. „Die haben in einer Woche quasi so viel trainiert wie wir in einem ganzen Monat“, sagt Will mit einem Augenzwinkern. „Aber egal – entscheidend ist, was 90 Minuten auf dem Platz passiert.“

Text: Dominique Jahn (Pforzheimer Zeitung vom 19.02.26