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HechtZirpel LukasAbschiebung von FCN-Spieler Gentijan Binishi:

„Er hinterlässt eine große Lücke“

Remchingen-Nöttingen. Beim FC Nöttingen sind sie noch immer fassungslos. Fassungslos wegen einer menschlichen Tragödie, die sich vor kurzem ereignet hat. Gentijan Binishi, ein Spieler der zweiten Mannschaft, wurde in einer Nacht- und Nebelaktion in den Kosovo abgeschoben. „Er hinterlässt eine große Lücke“, sagt Mannschaftskapitän Lukas Hecht-Zirpel (Foto).

Am 11. Januar ging alles ganz schnell. Nachts um 2.00 Uhr klingelte es an der Tür. Gentijan Binishi dachte, ein Freund wolle vorbeischauen. Doch als der 20-Jährige die Tür öffnete, schaute er in die Augen von zwei Polizeibeamten. Die Ansage war eindeutig. Binishi konnte gerade noch ein paar Sachen zusammenpacken. Im Auto ging es zum Flughafen. Wenig später saß er im Flieger Richtung Kosovo. Geknickt, frustriert, traurig. Von seinen Freunden und den Teamkollegen beim FC Nöttingen II konnte er sich nicht verabschieden.

„Er hat uns in die Whatsapp-Gruppe geschrieben, was passiert ist“, erzählt Lukas Hecht-Zirpel, der Kapitän des Fußball-Landesligisten. „Wir waren alle entsetzt. Für uns kam das völlig überraschend.“

Binishi hätte nie über Probleme wegen seiner Aufenthaltsgenehmigung gesprochen. Nur, dass er im Sommer eine Verlängerung für ein halbes Jahr bekommen hätte und dass es vor Weihnachten nochmal eine Verhandlung gegeben haben soll. „Wie die ausging, hat er uns nicht erzählt“, so Hecht-Zirpel.

Vermutlich wurde ihm nahegelegt, Deutschland zu verlassen und in den Kosovo zurückzukehren. Laut Regierungspräsidium Karlsruhe war der Asylantrag des Kosovaren abgelehnt worden. Seit Mitte 2017 soll er „vollziehbar ausreisepflichtig“ gewesen sein. So heißt es im Beamtendeutsch. „Da er die Möglichkeit der freiwilligen Ausreise nicht wahrgenommen hat, wurde er nun abgeschoben“, erklärt das Regierungspräsidium weiter.

Beim FC Nöttingen glaubt man, dass ihm eine Reise an Silvester zu einem Cousin in die Schweiz zum Verhängnis geworden ist. An der Grenze wurden ihm die Papiere abgenommen. Dadurch könnte seine Abschiebung forciert worden sein, vermutet man.

Gentijan Binishi war 2015 aus dem Kosovo nach Deutschland geflohen. In Karlsruhe kam er zunächst bei einer Pflegefamilie unter, wohnte später in einer WG und zuletzt in einer kleinen Wohnung. Da Fußball schon immer seine große Leidenschaft war, schnürte er bald die Kickschuhe – beim FC Espanol Karlsruhe. Während der Saison 2016/17 wechselte er dann zum FC Nöttingen. Und fühlte sich dort pudelwohl. Das spiegelte sich in seinen Leistungen wider. In der laufenden Runde war der Stürmer eine feste Größe bei den Lilahemden. In 13 Spielen schoss er vier Tore und ist damit hinter Marcus Karl (5 Tore) noch zweitbester Torjäger beim Reserveteam.

„Genti war in jedem Training da. Er sprühte vor Energie, er war ein echter Straßenfußballer“, blickt Michael Fuchs zurück. Der Trainer hielt große Stücke auf den 20-Jährigen. „Er war bei uns voll integriert und lernte schnell die deutsche Sprache. Es hat gepasst. Wenn er dauerhaft hätte hierbleiben können und sein Kopf frei gewesen wäre, hätte er mit Sicherheit einen großen sportlichen Sprung machen können. Auch beruflich hätte ich mir vorstellen können, dass er eine Ausbildung macht und Fuß fasst.“

Dass Binishis Fröhlichkeit zuletzt umschlug in Unsicherheit, erfuhr Michael Fuchs über Sean Dundee. Beide kennen sich. Der ehemalige Profi des Karlsruher SC begleitet seit einiger Zeit ein soziales Fußball-Projekt mit Kindern und Flüchtlingen in Karlsruhe. Da war auch Gentijan mit dabei. „In letzter Zeit war er angeblich nicht mehr so gut drauf“, berichtet Fuchs nach einem Gespräch mit Dundee.

Davon bekamen die Nöttinger Spieler nichts mit. Lukas Hecht-Zirpel hat Binishi als „ruhigen, aber tollen Typen“ kennengelernt. Nur mit einem kleinen Rucksack kam dieser zum Training und zu den Spielen. „Finanziell hatte er es nicht einfach“, weiß Hecht-Zirpel. Doch er sei immer korrekt gewesen. „Von unserem Co-Trainer hat er mal vier Euro für die Straßenbahn bekommen. Die hat er am nächsten Tag wieder zurückgegeben, weil er sie nicht gebraucht hat“, erzählt Hecht-Zirpel.

Auf „Genti“ sei immer Verlass gewesen – besonders auf dem Platz. „Manchmal war er vielleicht ein bisschen zu stürmisch und wollte zu viel des Guten. Doch er hatte ein gutes Dribbling, war beidfüßig stark und hat immer alles gebeben. Er wird uns fehlen“, so der Nöttinger Spielführer. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Binishi ist mittlerweile im Kosovo bei seinem Bruder untergekommen. Doch die Sehnsucht nach seiner „neuen Heimat“ Deutschland ist riesengroß – und die Verunsicherung ebenso. „Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Ich bin geschockt wieder hier zu sein, denn es war damals ein langer Weg nach Deutschland. Dort sind nun alle meine Freunde. Aber jetzt ist alles weg. Ich versuche hier zu überleben. Doch es ist schwer, vom Staat gibt es keine Unterstützung. Doch ich werde kämpfen“, schreibt er über Whatsapp der PZ.

Ungewisse Zukunft

Gentijan Binishi steht vor einer ungewissen Zukunft – im Kosovo, das laut den deutschen Behörden wieder als sicheres Herkunftsland gilt. Doch Binishi will dort nicht sein. „Hoffentlich kann ich irgendwann nach Deutschland zurück oder irgendwo nach Europa, wo ich wieder Fußballspielen kann“, blickt er nach vorne.

Den Kontakt zu den Nöttinger Spielern will er auf alle Fälle aufrecht halten. Und die Nöttinger wollen das auch. Sie wollen helfen. „Wir lassen Gentijan nicht hängen. Wir werden versuchen, ein Konto für ihn einzurichten. Es wäre schön, wenn ein paar Euro zusammenkommen“, sagt Hecht-Zirpel. Wie sich die Abschiebung sportlich auf den FCN II auswirkt, wird man sehen. Die Nöttinger müssen schließlich nicht nur Binishi ersetzen, sondern auch Giuliano De Nunzio (Wechsel zum SV Langensteinbach) und Jimmy Marton, der jetzt vermehrt im Oberligakader zum Einsatz kommt. Eines ist auf jeden Fall sicher: Hecht-Zirpel und Co. werden in der Rückrunde auch ein bisschen für Gentijan Binishi spielen.

(Quelle: Dominique Jahn, Pforzheimer Zeitung; Mehr gibt es auf www.pz.news.de ...

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